ichó: Beim Innovation Call den wichtigsten Partner gefunden 2018-03-08T14:59:34+00:00

Project Description

ichó: Beim Innovation Call den wichtigsten Partner gefunden

Demenz ist nicht nur eine der großen Herausforderungen der Gesundheitswirtschaft, sie ist vor allem Lebenswirklichkeit in immer mehr Familien. So auch bei Steffen Preuß, Eleftherios Efthimiadis und Mario Kascholke, deren Großeltern an Demenz erkrankt sind und eine Kommunikation mit ihnen immer schwieriger wird. Um hier Abhilfe zu schaffen

haben die drei Düsseldorfer Studenten „ichó“ entwickelt, eine interaktive Therapiekugel, die die Kommunikation mit Demenzerkrankten fördern soll. Mit einem ersten Prototypen und einer großen Vision haben sich die Drei beim Innovation Call 2017 beworben. Wie sich ihr Projekt während der Teilnahme am Wettbewerb weiterentwickelt hat und warum die drei Gründer auch heute noch davon profitieren, erzählt Steffen Preuß im Interview.

 

Was genau ist die Idee hinter ichó?

ichó ist eine interaktive Therapiekugel für Menschen mit Demenz, die es Pflegekräften und Familienangehörigen erleichtern soll, eine Kommunikation mit demenzerkrankten Menschen aufzubauen. Mit ichó geschieht das auf emotionaler Ebene, beispielsweise über Musik, farbiges Leuchten oder verschiedene Spiele. Entscheidend ist hier das Zusammenspiel von Kognition und Motorik.

Was hat Euch dazu motiviert, Euch für den Innovation Call zu bewerben?

Mit dem Themenschwerpunkt Gesundheitswirtschaft hat der Innovation Call 2017 einfach super zu unserem Projekt gepasst. Mit der Teilnahme am Wettbewerb wollten wir vor allem die Chance nutzen, unsere Idee einem Fachpublikum vorzustellen, um so unser Netzwerk zu erweitern und vielleicht wichtige Kontakte zu knüpfen, die uns weiterbringen. Das hat auch geklappt!

 

Einen für Euch sehr wichtigen Kontakt habt Ihr beim Innovation Lab bekommen. Wie kam es dazu?

Die Teilnahme am Innovation Lab war ein ganz entscheidender Schritt für unser Projekt. Wir hatten zu dem Zeitpunkt ein 3D-Modell entwickelt und selbst einen ersten Prototypen der Kugel aus Silikon hergestellt. Der Prototyp war allerdings noch weit davon entfernt, ihn für einen größeren Test mit Demenzerkrankten in Pflegeeinrichtungen einzusetzen. Beim Innovation Lab haben wir einen Mentor gefunden, der uns einen Kontakt zu einem Formbauer verschafft hat, zu Thomas Poschmann von 3D.High.Tec.

Der fand unsere Idee toll und hat uns sofort Hilfe zugesagt, die Hülle der Kugel zu professionalisieren. Kaum zwei Wochen später hatten wir eine professionelle Hülle und konnten auf dem Innovation Day einen richtig großen Schritt nach vorn zeigen.

Außerdem waren wir damit nun auch soweit, unser Konzept in Pflegeeinrichtungen testen zu können. Mit Herrn Poschmann arbeiten wir heute noch zusammen. Das ist für uns ein ganz wichtiger Partner geworden.

 

Wo steht ihr gerade mit Eurem Projekt und was sind Eure nächsten Meilensteine?

Nachdem wir unser Projekt im vergangenen Jahr auf vielen Bühnen und Wettbewerben präsentiert haben, stecken wir jetzt gerade in der Phase, mit Investoren und Business Angels über eine erste Finanzierungsrunde zu sprechen. Wir haben gute Angebote auf dem Tisch und müssen jetzt sehen, welche am besten zu uns passen.

Mit dem Produkt sind wir inzwischen so weit, dass wir die erste Kleinserie, also 200 oder 300 Stück, produzieren wollen. Dieses Jahr planen wir, die ersten Kugeln auf den Markt zu bringen. Damit wollen wir vor allem den Proof of Concept erbringen, dass das, was wir entwickelt haben, nicht nur eine fixe Idee ist, sondern dass dafür auch ein Bedarf am Markt besteht.

Teamfoto (Fotoquelle: Jürgen Nobel)
Produktfoto (Fotoquelle: ichó)